In 6 einfachen Schritten zu weniger Plastikmüll

Plastik sammeln am Strand

Plastik ist nicht aus unserem Leben wegzudenken. Oft ist es in unserem Alltag so selbstverständlich, dass es uns überhaupt nicht auffällt und wir gar nicht darüber nachdenken. Dabei können wir einfach Kunststoff einsparen. Die hilfreiche Frage auf dem Weg zu weniger Plastik lautet: Brauche ich das wirklich?
Sie funktioniert wunderbar für alle Fälle. Für den soften Einstieg zeigen wir dir die Plastikprodukte, auf die du getrost verzichten kannst – und lass dir gesagt sein, du wirst es lediglich daran merken, dass deine Mülltonne nicht mehr so schnell voll ist.

1. Der einfachste Schritt: Plastiktüten vermeiden

Seit 2016 kosten Plastiktüten nach und nach Geld in den Geschäften und diese Maßnahme hat viele Menschen zum Umdenken gebracht. Aber da geht noch mehr: Weniger Plastik beim Obst- und Gemüsekauf!
In der Obst- und Gemüsetheke gibt es selbst im Discounter mittlerweile nahezu immer eine nicht verpackte Alternative. Auch die kleinen Tütchen zum Selbsteinpacken kann man getrost weglassen: Das meiste Obst und Gemüse ist von Natur aus bereits verpackt und kann lose mit nach Hause genommen werden. Und um fragile Vitaminware zu transportieren, lohnt sich die Anschaffung von kleinen Stofftüten. Diese werden in jedem Supermarkt wie Plastiktüten behandelt und sind wiederverwendbar und waschbar. Und wer die Finger nicht von den kleinen Plastiktüten lassen kann, der sollte sie zumindest mehrfach nutzen und nicht nach einfacher Nutzen in den Müll werfen. Je häufiger sie in Benutzung sind, desto besser wird Ihre Ökobilanz.

2. Nochmal bitte: Mehr- statt Einweg

Kaufe Glasflaschen statt Plastikflaschen.
Zugegeben, man hat ein bisschen mehr zu schleppen! Doch das in ein paar Jahren mehr Plastik als Fische in unseren Meeren schwimmt, sollte uns zum Handeln bzw. Tragen bewegen. Denn nur Glasflaschen werden tatsächlich wieder befüllt.
Das läuft bei Plastikflaschen anders. Diese können nur einmal als Flasche benutzt werden und müssen danach recycelt werden. Daraus kann dann zwar etwas Neues entstehen, aber das kostet natürlich erheblich mehr Ressourcen als das Ausspülen einer Glasflasche. Wenn es geht, solltest du Tetrapacks gänzlich vermeiden – diese werden zwar oft als umweltfreundliche Alternative dargestellt, was zum einen am geringen Gewicht und dadurch niedriger Transportkosten liegt und zum anderen daran, dass auch Tetrapacks recycelt werden können. Wer den Tetrapack einer genauen Prüfung unterzieht, wird da schnell seine eigenen Schlüsse ziehen können.

3. Nur mal eben schnell: Die to-go-Falle

Sicher ist: Kein Kaffee ist auch keine Lösung. Aber wer sich gerne unterwegs einen Kaffee gönnt, der sollte sich einen wiederverwendbaren Becher dafür besorgen. Du tust der Umwelt einen Gefallen und in vielen Filialen erhältst du deinen Kaffee sogar etwas ermäßigt. In vielen Städten gibt es auch Initiativen, in denen Mehrweg-Becher gegen einen neuen eingetauscht werden können. Und mal ehrlich: Am besten schmeckt der Kaffee, wenn man sich etwas Zeit für eine kleine Pause nimmt und den Kaffee aus einer Porzellantasse trinkt.

4. Strohhalm ade! Oder bring deinen eigenen mit!

Auch beliebt und absolut unnötig sind Plastikstrohhalme. Sie sind ein reines Luxusprodukt, deren Nutzungsdauer denkbar kurz ist. In vielen Cafés und Bars werden sie in nahezu jedem Getränk verwendet. Gewöhne dir an, das Servicepersonal bei der Bestellung darauf hinzuweisen, dass du keinen Strohhalm möchtest. Es gibt auch wiederverwendbare Alternativen aus Glas oder Edelstahl – letztere ist auch praktisch für unterwegs. 

5. Wirklich sauber: Badezimmer ohne Plastik

Schau dich mal in deinem Badezimmer um: Ganz schön viel Plastikzeug, oder? Wir fangen simpel an und tauschen Seifenspender gegen Seife am Stück aus. Die ist billiger, von den Inhaltsstoffen meist besser als Flüssigseife und sieht in einer schönen Seifenschale auch einfach besser aus! Gilt übrigens auch für Duschgel, Shampoo und Co. – gibt es alles als feste Variante, ganz ohne Plastikverpackung und mittlerweile in einer großen Auswahl. Mega simpel und du merkst garantiert keinen Unterschied.
Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Q-Tipps ohne Plastik! In einigen Drogerien gibt es die wattigen Stäbchen mittlerweile in einer Bambusvariante – gut, weil Bambus ein schnell nachwachsender Rohstoff ist. Nahezu überall findet man die Variante mit Pappstäbchen, auf Plastik kann hier also wirklich verzichtet werden. Und apropos Bambus, warum tauschst du nicht deine Plastikzahnbürste gegen eine aus Bambus?

6. An die Wäsche: Wie der Kunststoff in den Fisch kommt

Auch in Kleidung befindet sich häufig Plastik und zwar in ihrer unisichtbaren Form: Mikroplastik. Dieses gelangt über unsere Waschmaschinen ins Grundwasser und somit in die Meere, wird von Fischen gegessen und landet irgendwann auch wieder auf unseren Tellern. Ein Kreislauf, den es zu durchbrechen gilt. Achte beim Kauf von neuer Kleidung auf die Verwendung von Naturmaterialien, bei Secondhandware kannst du hier ein wenig großzügiger ein, denn durch häufiges Waschen ist das Mikroplastik bereits ins Wasser gelangt. Insgesamt ist die Umweltbilanz von Seconhandkleidung wesentlich besser als die von Neuware.
Wenn du dich mehr mit dem Thema plastikfreie Kleidung beschäftigen möchtest, dann wirf doch mal einen Blick in unsere Broschüre "Nachhaltige Kleidung".

Hast du noch Tipps zu Plastikvermeidung im Alltag? Immer her damit!

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