3 Mythen zur Altkleidersammlung Wahrheit, oder nicht?

Mythos 1: Zerschneiden und dann in den Altkleidercontainer werfen - so entsteht kein Schaden.

Für eine Weile lautete die Empfehlung von einigen Seiten die gebrauchte Kleidung zu zerschneiden und erst dann in den Altkleidercontainer zu werfen, damit die Kleiderspende nicht verkauft werden kann.
Das Problem: Da ein Verkauf nicht möglich ist, kann die Kleidungsspende nicht in eine Geldspende umgewandelt werden. Die Kleidung kann nicht mehr getragen werden und alle Rohstoffe, die zur Herstellung eingesetzt wurden, sind somit auch verloren. Die Kleidungsreste können nur noch thermisch entsorgt, d.h. verbrannt werden.
Besser ist es die Kleidung an einer Sammelstelle abzugeben, der man vertraut und die mit karitativen Organisationen kooperiert. So tut man etwas Gutes, vermeidet Müll und schont die Ressourcen.

 

Mythos 2: Alles, was in Altkleidercontainern gesammelt wird, kommt karitativen Zwecken zu Gute.

Wenn du deine Kleidung in einen Altkleidercontainer wirfst, erwartest du, dass damit etwas Gutes getan wird, z.B. dass die Erlöse aus dem Verkauf an eine karitative Organisation fließen. Leider gibt es gerade über Altkleidersammlungen immer wieder Negativschlagzeilen, z.B. über illegal aufgestellte Altkleidercontainer, wo nicht nachvollziehbar ist, wer davon profitiert. Worauf solltest du also achten, wenn du Altkleidercontainer in deiner Nähe suchst?

Sieh dir die Logos, die auf den Altkleidercontainern angebracht sind, ganz genau an!
Sammler, die nur scheinbar karitativ arbeiten, setzen oft Logos ein, die den Symbolen von wirklich karitativen Organisationen sehr ähnlich sind. So könntest du z.B. ein weißes Kreuz auf rotem Hintergrund vorfinden und verbindest damit das Deutsche Rote Kreuz (DRK). Richtig ist aber ein rotes Kreuz auf weißem Untergrund - nur das ist das offizielle Logo des DRK.

Prüfe die Adresse auf dem Altkleidercontainer ganz genau!
Karitative Sammler und die, die eine offizielle Sammlungsgenehmigung haben, stellen auf den Altkleidercontainern eine Anschrift bzw. Kontaktdaten zur Verfügung. Wenn lediglich eine Handynummer angegeben ist, unter der niemand erreichbar ist, oder die komplette Anschrift fehlt, dann ist Vorsicht geraten. Karitative und legale Altkleidersammler stellen alle Informationen zur Verfügung UND sind über die Kontaktdaten erreichbar.

Ist die auf dem Altkleidercontainer benannte karitative Organisation bekannt?
Kennst du den Namen der karitativen Organisation oder hast du den Namen noch nie gehört? Wenn du Zweifel hegst, recherchiere im Internet nach dem Namen. Wenn du an den Angaben auf dem Altkleidercontainer zweifelst, suche besser eine Abgabestelle, der du vertraust.

 

Mythos 3: Gebrauchte Kleidung gehört nicht in den Hausmüll

Das stimmt teilweise. Stark verschmutzte Kleidung oder Kleidung, die kaputt und sehr abgenutzt ist, wird niemand mehr tragen wollen. Diese gehört tatsächlich in den Hausmüll.
Aber alles, was noch tragbar und gebrauchsfähig ist, sollte weiter als Kleidung eingesetzt und entsprechend getragen werden. Deswegen gehört diese Kleidung auf keinen Fall in den Hausmüll sondern in die Kleiderspende, in die Kleiderkammer, in den Altkleidercontainer oder eben zu PACKMEE.

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